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Bären Ostermundigen

Zentrum Bären Ostermundigen

In einer öffentlichen Veranstaltung haben Gemeinderat und Projektverantwortliche die neue Überbauungsordnung (UeO) zum Zentrum Bären Ostermundigen mit seinem knapp 100 Meter hohen Hochhaus „Bärenturm“ vorgestellt. Die UeO kommt vor den Sommerferien in den Grossen Gemeinderat und Ende November vors Volk.

Wir haben an der Veranstaltung deutlich gemacht, dass wir weder den Abbruch des – wohl zu oft umgebauten – „Bären“ noch das Hochhaus an sich bemängeln. Aber es fehlt ein wichtiges Glied in der Planungskette: die Gesamtsicht zum ESP Bahnhof Ostermundigen. Was soll im grösseren Perimeter beim Bahnhof geschehen, wo vieles im Umbruch ist? Wie ordnet sich die Überbauung des „Bären“-Areals in eine Gesamtplanung ein?

Die Forderung wurde von anwesenden Fachleuten und vom Lokalchef der „Berner Zeitung“, Stephan Künzi, der den Anlass moderierte, unterstützt. Gemeindepräsident Thomas Iten sicherte zu, dass diese Arbeit an die Hand genommen werde und bis Ende Jahr Resultate vorliegen würden. Gerade heute habe man entsprechende Post vom Kanton erhalten....

Die Erwartungen der Gemeindebehörden an Bärenturm, Bärenplatz usw. sind enorm. Zeitweise verloren die Referenten den (Realitäts)Boden unter den Füssen, was bei einem Hochhausbau offenbar naheliegend ist, wenn sie in kühnsten Farben die Erwartungen (und Träume...) formulierten, die das Bauvorhaben für Ostermundigen erfüllen soll. Die konkreteste Folge wird die Mehrwertabschöpfung sein, die etwas über 4 Mio. Franken in einen Spezialfonds spülen soll. Alles Weitere wird die Zukunft weisen.

Gegner/innen waren an der Informationsveranstaltung nicht auszumachen. Und das erfüllt die Behörden mit berechtigter Sorge. Auch beim Tram 10 formierte sich die Gegnerschaft erst in letzter Minute und konnte so nicht erfolgreich bekämpft werden.